Sehr „durchwachsenes“ Wetter hatten sich 26 Genussradler zu ihrer 3-tägigen Ausfahrt im Allgäu herausgesucht. Am Donnerstag wechselten sich auf der Fahrt vom Hotel in Blaichach nach Oberstdorf starker Regen und leichter Sonnenschein ständig ab. Trotzdem – die Führung um und in der Schiflugschanze (eine von nur 5 weltweit!) war für alle sehr interessant und viele werden die Fernsehübertragungen der nächsten Wettbewerbe auf dieser Schanze mit ganz anderen Augen sehen... Der Blick vom Schanzentisch über die eigentliche Schanze auf den optisch eher kurzen Auslauf war schon sehr beeindruckend. 

Nach der ebenfalls verregneten Rückfahrt genossen die Radler das ausgezeichnete und reichhaltige Buffet umso mehr.

Am 2. Tag stand ein Besuch in Kempten auf dem Programm – aber die Durchführung der Fahrt war bis kurz vor dem Ende des Frühstücks gar nicht sicher. Es regnete in Strömen. Pünktlich zur geplanten Abfahrtszeit hatte der Spuk ein Ende und die Sonne setzte sich durch! Bei idealem Radelwetter ging´s auf dem sehr ruhigen und romantischen Iller-Radweg eben aber wegen der vielen Pfützen eher in Schlangenlinien nach Kempten.  

Rathaus Kempten

Bei einer sehr lehrreichen und interessanten Führung durch die Kaffeerösterei und Kaffeemanufaktur Weber erfuhren die Radler viel Wissenswertes über den Anbau, den Handel und vor allem über die Verarbeitung der Kaffeebohnen. 

Roesterei Kempten

Der Rückweg verlief in ständigem Auf und Ab auf landschaftlich sehr reizvollen Landsträßchen und an Seen vorbei auf kürzestem Weg nach Blaichach – allerdings unterbrochen durch eine kurze Kaffeepause und einen Plattfuß.

Am letzten Tag stand eine Umrundung des Gründten auf dem Programm. Bereits nach einer kurzen Einradelstrecke wurden die Radler - natürlich vor allem die nicht motorisierten – kräftemäßig richtig gefordert. Kilometerweit ging es auf Rad- und Wanderwegen bis zur Dreiangelhütte ständig bergauf - mit Steigungen bis zu 20 %. Der nächste Teil der Strecke bis zum Ziel in Rettenberg verlief erst weiter leicht bergauf und später auf einer wenig befahrenen Straße ständig bergab. Dort wartete der Höhepunkt des Tages in Form einer sehr interessanten Brauereiführung bei der Brauerei Zöttler mit obligatorischer Bierprobe auf die Radler. Über das Alter der Brauerei staunten alle: sie wurde im Jahr 1447 gegründet und befindet sich seitdem ununterbrochen in Familienbesitz – mittlerweile in der 21. Generation.  

Nach ein paar Brezeln zur Stärkung ging es mit vollen Mägen fast nur eben und leicht bergab nach Blaichach und dann die letzte dicke Steigung zum Hotel Kühbergalp hinauf. Die Räder waren dann schnell verladen und die Rückreise konnte angetreten werden.