Nach einer wider Erwarten sehr entspannten Autofahrt starteten 15 Genussradler in Reilingen zur „Tour de Spargel“. Teilweise auf dem gleichnamigen Radweg ging es auf größtenteils sehr gut ausgebauten Wegen nach Bruchsal. Nach einem kurzen Besuch im Schloss war die erste Genusspause in einem Café in der Innenstadt angesagt. Anschließend ging es weiter nach Graben/Neudorf zu einem der größten Spargelanbauer der Region. Während des sehr guten Mittagessens (mit Spargel natürlich!) und danach bei einer kurzen Führung durch seinen Betrieb erklärte uns der Chef persönlich alles Wissenswerte über den Spargel – von der Vorbereitung der Felder, den Anbau, die Ernte (dafür werden ca. 300 Erntehelfer eingesetzt!) und die Verarbeitung bis zur Vermarktung.

Bruchsal

Fotostopp im Schloss Bruchsal

Gesättigt vom Essen und den vielen Informationen radelten wir anschließend durch die Rheinebene an Philipsburg vorbei wieder zum Startpunkt zurück – kurz vorher wurde allerdings die Gelegenheit zum Einkauf von Spargel und Erdbeeren ausgiebig genutzt.

Nachdem die Räder verstaut waren, ging´s in das Gasthaus „Zum Löwen“. Mit ausgezeichnetem Essen belohnten sich die Radler für das Durchhalten trotz teilweise deutlich spürbarem „Sitzfleisch“.

Auf den Radcomputern waren stolze 91 km Fahrtstrecke zu lesen; die Strecke stellte aber mit weniger als 400 Höhenmetern auch für die „Nicht-Stromer“ keine Herausforderung dar – eher die Kontaktfläche zwischen Radler und Sattel. Das Wetter: ideales Radelwetter mit Sonne, Wolken, wenig Gegenwind und angenehmen Temperaturen.

Es war zwar kühl und die Wetter-Apps hatten zeitweise Regen angesagt, aber trotzdem fanden sich 13 Genussradler am Treffpunkt in Michelfeld ein. Mit 3 PKWs fuhren wir nach Bietigheim-Bissingen, um am dortigen Bahnhof die Tour zu starten.

Nach einigen Kilometern auf der Hochfläche ging es bei Großsachsenheim zügig abwärts ins Tal der Metter, die uns bis Schützingen begleitete. In der dortigen Pizzeria konnten wir uns aufwärmen und mit leckeren Pizzen für den kurz darauffolgenden Anstieg stärken.

Gruppe Mettertal

Nach einer längeren Steigung ging´s einige Zeit auf einem schönen Waldweg an mehreren Seen vorbei nach Illingen (das unterwegs vorgesehene Picknick musste wegen des regnerischen Wetters leider vorher abgesagt werden).

Immer auf der Höhe über der Enz radelten wir nach Vaihingen und dann kurz vor Großsachsenheim steil in das Enztal hinunter, wo in Bissingen ein schönes Cafe mit Terrasse zum Einkehrschwung einlud. Tatsächlich zeigte das Thermometer 14 Grad an, die Sonne schien kurz, und wir konnten unseren Kaffee im Freien genießen!

Einige Kilometer später hatten wir den Parkplatz erreicht und machten uns nach dem üblichen Belade-Ritual auf den Heimweg nach Michelfeld.

Die Strecke war exakt 55 km lang und mit nur 550 Höhenmetern auch für „Nicht-Stromer“ gut zu radeln.

15 optimistische Genussradler starteten bei kaltem und regnerischem Wetter zur Saisoneröffnungsfahrt ins Restaurant Kultura in Öhringen. Bereits nach wenigen Kilometern Fahrt zwang ein kräftiger Hagelschauer die Gruppe zur Umkehr – allerdings nur bis Erlin, wo unter Scheunendächern das Ende des Unwetters abgewartet wurde. Danach ging´s weiter durch den Wald bis auf Höhe von Witzmannsweiler – immer begleitet von einer zentimeterdicken Hagelschicht am Weg. Auf der weiteren Strecke über Schuppach, Untersteinbach und Cappel bis Öhringen drohten immer wieder dunkle Regenwolken, die sich aber zurückhielten, bis die Radelgruppe das Ziel, das mongolische Restaurant in der Kultura, erreicht hatten. Nach dem ausgezeichneten Mittagessen wurde noch eine kurze zusätzliche Genusspause mit Kaffee eingeschoben, um das Ende eines Regenschauers abzuwarten.

Mit frischer Energie verließen die Genussradler auf einem Radweg nördlich der Bahnschienen die Stadt. Bei einem kurzen Fotostopp an einer Limesturm-Ruine mit toller Aussicht über die Hohenloher Ebene waren alle sehr gut gelaunt; immerhin war die Temperatur bis über die 10 Grad-Marke gestiegen…

Gruppe Limes

Die weitere Strecke führte über Cappel auf dem Burgen-Radweg nach Neuenstein und danach am Nordrand der Waldenburger Berge am Bahnhof Waldenburg vorbei über Löcherholz, Beltersrot und Wackershofen nach Michelfeld zurück.

Wider Erwarten waren alle trocken geblieben – die recht niedrigen Temperaturen störten angesichts der 60 km langen Strecke mit  insgesamt 780 Höhenmetern nicht wirklich.

Als Einstieg in die Radsaison 2019 nutzten etliche Genussradler die Gelegenheit, bekannte Techniken zur Fahrsicherheit und Fahrtechnik zu üben und neue Erfahrungen in diesen Bereichen zu sammeln. Im Rahmen einer regulären Radtreff-Ausfahrt wurde besonders das Fahren auf Schotter und etwas schlechteren Wegen geübt. Die Teilnehmer nutzten ausgiebig die Gelegenheit, unter Anleitung eines ausgebildeten Radtreffleiters sicherheitsrelevante Dinge wie dosiertes Bremsen, Anfahren am Berg, Wenden auf schmalen Wegen, richtige Geschwindigkeit bei verschiedenen Untergründen usw. zu trainieren. Ziel des Events war, die eigenen Fähigkeiten beim Radfahren und den sicheren Umgang mit dem Rad zu verbessern und künftig ohne unnötige Angst auch auf etwas schwierigeren Wegen unterwegs sein zu können.

In der Zwischenzeit war am Kelterbuckel bei Westheim, dem Ziel der Ausfahrt, von Frau Stefanie Höttges, einer sehr engagierten Mitarbeiterin der AOK Heilbronn-Franken, ein Stand mit Getränken, Obst und einigen "Give-aways" aufgebaut worden. Zur Belohnung für ihre sehr aktive Mitarbeit konnten sich die Radler dort ausgiebig stärken und über ihre Erlebnisse und Eindrücke bei den Übungen diskutieren. Für viele war erfreulicherweise das Training ein Anreiz, selbst noch weiter zu üben...

Kelterbuckel

Da einige Mitradler zum Abschluss der Veranstaltung noch den Wunsch äußerten, noch mehr Tipps zur Ergonomie beim Radeln zu bekommen, wurde vereinbart, zeitnah (ebenfalls während eines regelmäßigen Radtreffs) speziell dieses Thema noch zu vertiefen.

Zur Jahresabschlussveranstaltung der Genussradler waren 48 Radsportinteressierte ins Restaurant Sonneck gekommen. Mit einem unterhaltsamen Video über die mehrtägigen Ausflüge der letzten 10 Jahre wurden die Teilnehmer der betr. Ausfahrten an die vielen Höhepunkte und gemeinsamen Erlebnisse erinnert.

Zuhoerer 18

Als nächsten wichtigen Punkt des Abends stellte Radsport-Abteilungsleiter Franz Feger zwei weitere AOK-zertifizierte Radtreffleiter vor. Damit besitzen die Genussradler des TTC Gnadental insgesamt 4 Radtreffleiter mit Übungsleiterlizenz des Württembergischen Radsportverbandes (WRSV), die die Genussradler bei den AOK-Radtreffs und Ausfahrten führen bzw. begleiten und bei Fragen oder Problemen kompetent beraten können. Helga Vogt und Wilfried Schmitzl: Herzlich willkommen in eurer neuen Funktion!Neue RTL

 

4 RTL

Zum Schluss der Veranstaltung wurde das Aktionsprogramm für 2019 vorgestellt, das wieder viele neue interessante Touren und Events mit herausragenden „Genusspunkten“ enthält. Den Anfang macht am 19.03.2019 ein Fahrsicherheits- und Techniktraining, in dem u.a. wichtige Techniken für das Fahren in der Gruppe vermittelt werden

Interessenten können das Programm für 2019 von der Homepage des TTC Gnadental (www.ttc-gnadental.de) herunter laden.

Unser AOK-Radtreff findet in der neuen Saison von April bis August dienstags von 18:00 Uhr bis ca. 21:00 Uhr statt; von September bis März radeln wir ebenfalls dienstags von 14:00 Uhr bis ca. 17:00 Uhr – trockenes Wetter vorausgesetzt. Wir radeln ca. 20 bis 30 km in der näheren Umgebung und machen nach Möglichkeit eine ca. halbstündige Pause – wir nehmen unseren Namen sehr ernst.

Interessenten (bitte mit Helm!) sind uns immer herzlich willkommen.

Die letzte Ausfahrt des Jahres begann kurz nach der Ankunft im Hotel in Bad Münster mit einem kulinarischen Highlight: in einer naheliegenden Confiserie mit dem vielversprechenden Namen „Genuss-Manufaktur“ wurde eine Weinverkostung der besonderen Art buchstäblich zelebriert – zu jedem Wein wurde eine Praline gereicht, die zusammen mit dem jeweils passenden Wein im Mund vermischt wurde und dadurch ein ganz besonderes Geschmackserlebnis erzeugte. Ein super Einstieg in eine Genussradlerausfahrt!

Am nächsten Morgen wurde über Bad Kreuznach hinauf nach Rüdesheim (an der Nahe!) geradelt und von dort auf dem Kleinbahn-Radrundweg-Ellerbachtal-Gräfenbachtal. Der Rundweg nutzt zu großen Teilen die Trassen zweier ehemaliger Kleinbahnen, die Bad Kreuznach mit dem südlichen Soonwald (Naturpark Soonwald-Nahe) verbanden. Der Rückweg führte in Bad Kreuznach und Bad Münster an den Gradierwerken vorbei, die noch heute zur Salzgewinnung (allerdings nicht für Speisesalz!) eingesetzt werden.

Kreuznach

Nach dem Abendessen im Hotel begleiteten die 18 Genussradler noch den historisch gewandeten Nachtwächter Chnutz von Hopfen auf einem Rundgang durch den Kurpark von Bad Münster und die alten Gassen in Ebernburg. Unterwegs bekamen die Teilnehmer auf eine sehr kurzweilige und unterhaltsame Art eine Menge Informationen aus der älteren und neueren Geschichte von Stadt und Burg Ebernburg. 

Am nächsten Tag ging es zuerst mit der Vlexx-Bahn nach Kirn an der Nahe. Dort schwangen sich die Genussradler auf die Räder und radelten nach Fischbach zum dortigen historischen Kupferbergwerk. Es war eines der größten und bedeutendsten Kupferbergwerke bis zur napoleonischen Zeit. Die Temperatur im Berg beträgt immer ca. 12Grad C. Nach einer sehr interessanten Führung mit überraschenden Erklärungen von Sprichwörtern und Ausdrücken wie z.B. „auf den Hund kommen“ und „sich verhaspeln“ (die alle ihren Ursprung im Bergbau haben) und einem anschließenden kleinen Imbiss unter Tage ging es auf dem Naheradweg zurück nach Bad Münster am Stein – natürlich nicht ohne eine ausgiebige Rast in einem gemütlichen Café in Bad Sobernheim. Danach war noch ein kurzer Anstieg zur ehemaligen Weinbaudomäne bei Niederhausen zu bewältigen, aber als Belohnung gab es danach einen tollen Blick ins herrliche Nahetal.

Am Samstag wurde nach dem Frühstück das Gepäck in die PKW verstaut und ab ging es mit den Rädern nach Bingen auf dem Naheradweg nach Norden. Nach einem Rundgang durch die Stadt Bingen und einer gepflegten Mittagspause radelte die Gruppe zurück zum Ausgangspunkt und anschließend ging´s dann auf den Heimweg nach Michelfeld.

Bingen

Insgesamt wurden an 3 Tagen 180 km mit knapp 900 Höhenmetern geradelt – bei herrlichem Wetter und auf überwiegend ausgezeichneten Radwegen.