In Bad Mergentheim starteten 14 Genussradler auf dem sportiven Abschnitt des Radweges „Liebliches Taubertal“ nach Norden, der Tauber entlang und dann erst ins Umpfertal und danach ins Schüpftal. Der weitere Weg führte durchs Brehmbachtal in das romantische Weindorf Königheim und weiter in die historische Altstadt von Tauberbischofsheim und damit zurück ins Taubertal. Nach einer kurzen Erläuterung der Geschichte der Stadt radelte die Gruppe zur wohlverdienten Mittagspause in den „Grünen Baum“ nach Dittigheim. Gestärkt ging es über Lauda nach Edelfingen, wo uns als nächster Genusspunkt in gemütlicher Atmosphäre ein „Eiskaffee spezial“ überraschte.

Tauber kl Kurze Zeit später war der Startpunkt in Bad Mergentheim erreicht und zurück gings nach Michelfeld.

Obwohl von einigen Mitradlern wegen der Anzahl der zu durchfahrenden Täler auch entsprechende Steigungen dazwischen erwartet wurden, war die Strecke mit nur 400 Höhenmetern bei 65 km Strecke auf überwiegend guten und ruhigen sehr leicht zu fahren.

Bereits kurz nach der Ankunft in Stuttgart kam der kulturelle Höhepunkt der Ausfahrt; die Gruppe nahm an einer sehr lebhaften und interessanten Führung durch Schloss Solitude teil. Wenn man wie viele Stuttgarter Ausflügler die Aussicht vom Schloss auf die Landeshauptstadt genießt, kann man verstehen, was Herzog Carl Eugen von Württemberg zum Bau an dieser Stelle bewogen hat. Allerdings ist von der Einsamkeit, die der Name „Solitude“ verspricht, nicht viel zu spüren.

Auch Kultur macht hungrig und so führte der erste Abschnitt der Ausfahrt auch über schöne gepflegte Waldwege direkt zum Bärenschlössle und dort sofort zur Essenausgabe bzw. zum Grillstand. Auch dort waren wir in Gesellschaft Stuttgarter Ausflügler und jeder Menge Radler. Das Essen war gut und reichlich, sodass es schon ein wenig Überwindung kostete, wieder auf die Räder zu steigen. Das nächste Ziel versprach einen Anstieg: wir wollten uns die Aussicht vom Birkenkopf (besser bekannt als „Monte Scherbelino“) aber nicht entgehen lassen. Die Steigung war gut zu fahren und auf der Höhe angekommen, konnte man zwischen noch sichtbaren Steinresten und Schutt aus den Luftangriffen auf Stuttgart im 2. Weltkrieg herumschlendern und den tollen Blick auf die Stadt genießen. Dort unten wollten wir unsere kleine Runde um die Stadt fortsetzen...

Die Strecke verlief als nächstes in einem grünen und nur wenig bebauten Tal zwischen Stuttgart-West und Botnang hindurch, dann durch Feuerbach und an Weilimdorf vorbei, bis wir das nächste Genussziel erreicht hatten: Ditzingen; genauer gesagt, ein angesagtes Café etwa in der Stadtmitte.  

Mit jeder Menge Kalorien (jedenfalls mehr, als wir auf der Runde bisher verbraucht hatten) versorgt, ging es wieder weiter. Es regnete leicht, was keinen von uns störte, aber viele Sonntagsausflügler doch noch Hause zog. So konnten wir den mit Abstand schönsten Teil der Ausfahrt mit wenig Verkehr genießen und auch mal die Blicke schweifen lassen. Das Glemstal mit der wildromatischen Glems besitzt noch einige Mühlengebäude und kleine Höfe, die durch den herrlichen Radweg miteinander verbunden sind. In Eltringen ging es dann seitwärts auf einem schönen Waldweg leicht bergauf zum Bärensee und zurück zum Parkplatz.

Wieder einmal waren wir überrascht über die Vielzahl von Wiesen- und Waldgebieten direkt in und um die Landeshauptstadt und die tolle Erschließung dieser Gebiete durch gepflegte Radwege.

Bei Regen haben sich 24 Genussradler auf den Weg gemacht, die Rhön zu erradeln -Sonnenschein hat uns in Bad Brückenau empfangen und auch im Hotel „Zur Mühle“   waren wir herzlich willkommen.

Am Nachmittag radelten wir durch den weitläufigen Kurpark ins Staatsbad. Bei einer fachkundigen Führung im Deutschen Radmuseum in der Villa Füglein lernten wir Technik und einige Anekdoten aus der Fahrradwelt vom Jahr 1817 - beginnend mit der

Laufmaschine - bis in die heutige Zeit kennen. Die Überraschung: von Kardanantrieb bis Bambusrahmen – alles war schon mal da!

Mit einem fränkischen Spezialitätenbuffett beendeten wir den Tag bei einem Glas Wein oder Bier oder……….

Ein Stück auf dem Fernradweg „Vom Main zur Rhön“ radelten wir am Freitag von Bad Brückenau nach Bischofsheim; es war kalt an diesem Tag und so wärmten wir uns unterwegs im „Haus der Schwarzen Berge“, einem Info-Zentrum über das UNESCO Biosphärenreservat Rhön, bei einem warmen Getränk auf, und erfuhren so noch einiges über die Entstehung, die Menschen und die Natur der Rhön.

Bischofsheim wartete mit einem Holzskulpturenweg auf uns Radler. Ein Altstadtspaziergang führte zu sehenswerten Punkten. In einem Klanggarten konnten Klang und Schall erforscht werden. Nach einer ausgiebigen Mittagspause radelten wir wieder zurück, und obwohl wir den Kreuzberg nur von weitem und von unten gesehen haben, sind wir an diesem Tag ca. 52 km und 960 Höhenmeter geradelt. Die abgeradelte Energie wurde bei einem schmackhaften Abendessen wieder aufgefüllt.

Die anstrengendste Radtour wartete am Samstag auf die Genussradler. Von Bad Brückenau nach Eckarts und weiter nach Züntersbach über Heubach bis Ullrichshausen hatten wir „auch immer wieder tolle Abfahrten“ (aber vor den Abfahrten?). Die Aussicht war spektakulär und wir erreichten auf unserer Tour die Wasserscheide zwischen Rhein und Weser. Noch einmal ein heftiger Anstieg bei Motten, bevor es dann auf dem Fischlehrpfad über Kothen nach Speicherz ging. Die drei Orte werden die Perlen der Rhön genannt. Im Gasthof Bibers - hier wurden zu Zeiten der Pferdekutschen die Pferde nochmals gewechselt, bevor es dann nach Bad Brückenau ging - wurden wir hervorragend verköstigt. Und dann der letzte lange Anstieg, bevor es dann einige Kilometer bis Bad Brückenau nur noch bergab ging. Der Nachmittag wurde genutzt zum Kaffeetrinken, Stadtbummel, Füße hochlegen und auch die Therme Sinnflut war einigen einen Besuch wert. Und auch an diesem Abend sorgte Herr Kreutzer und sein Team wieder für zufriedene Genussradler bei bestem Essen. Ca. 42 km und 930 Höhenmeter war das Fazit an diesem Tag.

 

Mit Strohhut auf dem Kopf und einem Fahrrad aus dem Deutschen Radmuseum führte uns Frau Buchmann am Sonntag auf eine Quellentour. Wir erfuhren viel über das Wasser und waren erstaunt, wo es in Bad Brückenau überall Quellen zu finden gibt. 5 Heilwasser sprudeln im Staatsbad, mit diesen Trinkkuren ist Bad Brückenau erfolgreiche Kurstadt geworden. Und vor ca. 250 Jahren logierte bereits der Hochadel in Bad Brückenau. Auch wir verkosteten diese Heilwässer und das Urteil ging von „schmackhaft“ bis „na ja“! Wir erfuhren, dass die Sinnberger-Quelle auch als „Bad Brückenauer Champagner“ bezeichnet wird.

Im Schwarzen Ross in Eckarts waren wir zum Mittagessen vorgemerkt und wurden auch dort bestens bedient.

Satt und zufrieden mit den sportlichen Leistungen der vergangenen Tage und den gebotenen kulturellen und kulinarischen Genusspunkten ging´s am Spätnachmittag wieder nach Hause zurück.

Beim Saisonauftakt der Genussradler meinte es das Wetter besonders gut: Bei herrlichem Sonnenschein starteten 24 Genussradler mit und ohne E-Bikes um 10.30 Uhr beim Michelfelder Rathaus. Über Neunkirchen führte der Weg durch das frühlinghafte Untersteinbacher Tal der Ohrn entlang nach Öhringen. Kulinarisches Highlight war dort das Chinesische Restaurant in der Kultura. Das Angebot war sehr reichhaltig, traditionell und exotisch, so wie jeder mochte, in jedem Fall von bester Qualität. Ein echtes Genussradlerhighlight! Das Bild zeigt die inzwischen 25 Radler frisch gestärkt für die Rückfahrt. Diese ging auf verkehrsarmen Wegen über Neuenstein nach Wackershofen, wo es noch einen Einkehrschwung gab, bevor das letzte Stück des Heimwegs an der Breiten Eiche vorbei in Angriff genommen wurde.

genussradler saisonauftakt 2018

Vor allem kulinarische Genüsse begleiteten die 30 Genussradler im Chiemgau auf teils sehr gut ausgebauten Radwegen und teils recht abenteuerlichen und anspruchsvollen Waldwegen.

Kurz vor der Ankunft im Hotel stimmten sich die Radler beim Gocklwirt - einem urigen Gasthof mit allerlei Sammelobjekten – bei deftigem Essen auf den Aufenthalt in Bayern ein. Nach der Besichtigung (und Vorführung!) der „größten Kunstuhr der Welt“ ging es per Rad zum etwa 10 km entfernten Hotel. Einer kurzen Ruhepause, die manche für einen Saunagang nutzten, folgte bereits der nächste Genuss in Form eines ausgezeichneten, sehr reichhaltigen Abendessens.

Am nächsten Tag ging es nach einem sehr guten Frühstück auf die Räder. Trotz des leichten Regens ging es auf den etwa 60km langen Rundkurs zum Chiemsee und auf dessen Westseite entlang zum Hotel zurück. Unterwegs konnte im Kloster Seon eine Bildausstellung des bekannten Kinderbuchautors und -zeichners Janosch besichtigt werden. Nach der Mittagspause in Seebruck (die meisten ließen sich von den im Lokal angebotenen Kuchen und Torten verführen!) besserte sich das Wetter und gestattete eine sehr gute Sicht auf die Fraueninsel; die Berge im Hintergrund versteckten sich allerdings hinter Nebel und Wolken… Abends im Hotel gab´s dann ein üppiges und sehr gutes kalt/warmes Buffet.

 

Bei trockenem Wetter und kurz nach dem Start auch wunderbarer Fernsicht auf die teilweise schneebedeckten Berge ging es am nächsten Tag noch Norden. Nach der Durchquerung eines Moores ging es auf Radwegen und schmalen Pfaden nach Wasserburg, wo die Radler eine Kaffeepause einlegen konnten. Weiter ging es zuerst auf einem schmalen Weg direkt am Inn entlang, dann auf Waldpfaden und danach auf sehr guten Radwegen zum Höhepunkt der Tour: zur „Confiserie, Pralinerie und Chocolaterie Dengel“ in Rott. Dort wurden während einer interessanten Führung immer wieder feine Kostproben aus der aktuellen Produktion gekostet und anschließend auch reichlich eingekauft. Gestärkt und in ausgezeichneter Stimmung (Schokolade macht ja glücklich!) ging es danach wieder zurück nach Kurf ins Hotel. Hunger hatte sicher keiner mehr, aber das Küchenpersonal hatte sich wieder sehr ins Zeug gelegt, was Qualität und Quantität des Abendessens betraf – bayrisch eben.

Die Genussradler - wie man sie nicht so oft sieht!

 

Am letzten Tag der Ausfahrt wurden erst mal die Räder auf die Autos verladen. Es regnete zeitweise in Strömen und so fuhren wir mit den Autos nach Prien, wo die ganze Gruppe mit dem Schiff zur Herreninsel übergesetzt wurde. Nach einem kurzen Fußmarsch war das Schloss Herrenchiemsee erreicht, das während einer beeindruckenden Führung erkundet werden konnte. Danach konnte eine kurze Pause zu Kaffee und Kuchen genutzt werden. Nach dem Anlegen in Prien ging´s zum Abschlussessen in ein spanisches Lokal zu Paela und Tapas.

Die Heimreise verlief wider Erwarten stau- und stressfrei, sodass alle Teilnehmer der Ausfahrt zufrieden und die meisten mit einigen Kilos mehr nach Hause kamen.

Trotz der unsicheren Wetterlage trafen sich 11 Genussradler in Frankenhardt/Reishof, um mit der „Wäldertour Ost" einen Teil des östlichen Landkreises kennen zu lernen.

Über komfortable Waldwege und ruhige Landstraßen führte die Strecke über Hummelsweiler und Jagstzell, an Orrotsee und Fischbachsee vorbei nach Rechenberg, Matzenbach und schließlich nach Fichtenau/Wildenstein, wo eine kurze Mittagspause eingelegt wurde (alle Gaststätten der Gegend hatten verkürzte Öffnungszeiten, schließlich wollten alle „aufs Volksfest" nach Crailsheim!!!).
Gut gestärkt ging´s über Weipertshofen und Stimpfach weiter nach Unterspeltach. Dort, zwischen Unterspeltach und Stetten, wartete das kulturelle Highlight des Tages auf die erwartungsvollen Radler: der sagenumwobene „Gründische Brunnen". Die als Naturdenkmal ausgewiesene Gipskarstquelle besteht aus einem 10m breiten und 3,5m tiefen Quelltopf. Der Gründische Brunnen schüttet immerhin 10-30 Liter bläuliches Wasser pro Sekunde, das kurz danach durch ein Kneippbecken fließt (zum Vergleich: die Donauquelle in Donaueschingen schüttet 80 l/s).

Kurz nach dieser interessanten Besichtigung wurde nach Hellmannshofen wieder der Reishof erreicht.

Orrotsee

Besonders die wenigen „Nicht-Stromer" kamen wegen des ständigen Wechsels von Steigungen und Gefällstrecken ins Schwitzen; das herrliche Wetter mit Temperaturen von bis zu 20 Grad tat ein Übriges...

Nach 65km Strecke mit 750 Höhenmetern waren sich alle einig: für 2018 soll wieder eine Ausfahrt im Ostteil des Landkreises in das Programm aufgenommen werden.