Per Fahrrad nach Lappeenranta
Am Morgen des 18.06.2009 brachen Franz Feger und Paul Nesselhauf mit dem Fahrrad auf. Ihr Ziel ist Lappeenranta, die finnische Partnerstadt Schwäbisch Halls. In sechs Wochen werden Sie 3200 Kilometer quer durch den Kontinent zurücklegen.
Natürlich berichtete auch das HT vom Start, der Artikel ist hier zu finden. Bilder vom Start sind in der Bildergalerie zu finden. Auf dieser Seite wird es in unregelmäßigen Abständen Berichte über die Reise geben.
Die aktuellsten werden jeweils als erste aufgeführt.
29.07.09: Etappe 35: Vyborg – Lappeenranta (70km)
Das am Vorabend blind, weil nur russisch und in kyrillischer Schrift, herausgesuchte Frühstück war genau richtig: 2 hartgekochte Eier, Orangensaft, Käse und Marmelade. Danach wurden wir von dem finnischen Paar, das wir am Abend vorher kennen gelernt hatten, freundlich verabschiedet und radelten erst mal einige Kilometer auf einer holprigen Zufahrtstraße zur Hauptstraße nach Helsinki. Kurz darauf sahen wir schon das erste Hinweisschild nach Lappeenranta, allerdings mit einer Entfernungsangabe, die niemals stimmen konnte – und auch bei weitem nicht stimmte. Bis zur Abzweigung nach Helsinki war der Verkehr sehr dicht, danach deutlich ruhiger. Unsere Finnen winkten uns zu, als sie uns überholten. Um 11:30Uhr erreichten wir die Grenze auf der russischen Seite – und fuhren zügig an einer ca. 500 m langen Autoschlange vorbei zur Abfertigung. Unsere Visa wurden kontrolliert, dann ging´s sofort zur Zollabfertigung, wo wir nicht mal nach zu verzollenden Waren gefragt wurden, dann winkten uns die russischen Zollbeamtinnen durch. Eine junge Beamtin hielt uns für Schweizer, weil wir den Anstieg vor der Grenzstation ziemlich zügig hochgefahren waren, doch ihr Kollege klärte sie auf: „Germanski“! Die Finnen nahmen ihre Aufgabe als Wächter der EU-Außengrenze zur Russischen Föderation sehr ernst, kontrollierten ebenfalls die Pässe und wir waren in Finnland. Eigentlich (!) hätten wir laut Verkehrsschildern nach 11km in Lappenranta sein müssen, real waren es bis zur Stadtgrenze noch 30km. Der erste Abschnitt verlief durch ein Naturschutzgebiet, dann weiter immer bergauf-bergab auf unser Ziel zu. Der ständige Gegenwind machte uns zusätzlich zu schaffen, und das ausgerechnet auf unserer letzten Etappe! In einer Werkskantine eines Industriegebietes konnten wir für 7,50 € incl. Kaffee zu Mittag essen, dann ging´s gestärkt weiter. Plötzlich, ohne Ortsschild, waren wir im ausgedehnten Stadtgebiet, allerdings zu weit östlich. Kein Problem, die Autoroute 6 verlief ja in Ost-West- Richtung und wir waren Hauptverkehrsstraßen mittlerweile gewohnt. Doch diese Straße war ausdrücklich für Radfahrer gesperrt! Wir irrten mal wieder umher und landeten in einem riesigen Einkaufszentrum an der A6. Eine freundliche Bedienung im Restaurant besorgte uns eine Karte mit eingezeichnetem Hotel und wies uns den Weg (für Autos natürlich!). Zurück an den Rädern erschraken wir erst mal beide: jemand sprach uns mit unverkennbar schwäbischem, um nicht zu sagen Haller Dialekt an. Es war ein gebürtiger Haller, der seit Jahren in Helsinki lebt und rein zufällig mit seiner Frau in eben jenem Handelszentrum war. Die Welt ist halt doch klein!
Eine weitere Stunde später konnten wir endlich vor dem Stadtmuseum in Lappeenranta unser übliches Fotoshooting veranstalten und danach unser auf Empfehlung im Voraus gebuchtes Hotel aufsuchen.
An Einfachheit lassen unsere Zimmer nichts zu wünschen übrig (sehr klein, Duschen in einer anderen Etage...); es tut uns nur leid, dass unsere Frauen, die am nächsten Tag bei uns eintreffen werden, dieses Abenteuer von Hotel mit uns teilen werden müssen. Na ja, sehen wir das dann eben als eine Art Beitrag unserer Ehefrauen an unserer Tour...
Trotz allem, wir sind froh, dass wir die insgesamt 3 300 Kilometer unfallfrei und mit halbwegs intakten Rädern (trotz starkem Tretlagerspiel beim Rad von Franz und rasselnder Kette bei Pauls Rad) wohlbehalten überstanden haben. Wir werden uns sicher noch oft an die vielen interessanten Erlebnisse und Gespräche (jawohl, trotz aller Sprachschwierigkeiten!) erinnern
28.07.09: Etappe 34: Selenogorsk - Vyborg (125km)
Es gibt einfach Tage, an denen einfach nichts klappen will. Dieser Tag war so einer, obwohl er mit einem einfachen aber ausreichenden Frühstück gut bekann. Wir radelten die Küstenstraße entlang und, weil´s so gut lief, ein paar Kilometer zu weit. Also zurück, ins Landesinnere auf eine Schlaglochpiste abgebogen, immer Richtung Vyborg (Hinweis: 100km). Wieder fuhren wir zu weit, also wieder ca. 6km zurück. Wir müssen aber einen sehr ortskundigen Eindruck gemacht haben, denn 2 Mal wurden wir nach dem Weg (nach St. Petersburg von einem Esten, nach Selenogorsk von einem russischen Fußgänger) gefragt und konnten sogar helfen! Nur uns konnte keiner helfen – bis wir in dem kleinen Dorf Raschino ein kleines Kaffee fanden, wo wir für umgerechnet 6.-€ eine komplette Mahlzeit incl. Salat, Suppe, Kottelet (= Hackbraten) mit Makkaroni und Getränk bezahlten. Franz probierte dort das erst Mal Borscht – es war sehr gut! Die Toilette war ein Erlebnis für sich: der Spülkasten war abgebrochen und saß auf einer Plastikkiste, der Deckel fehlte, die Leitungen wurden mit Klebeband gehalten.... Man sieht daran aber auch, wie man sich mit einfachen Mitteln helfen kann, wenn es keine passenden Ersatzteile gibt. Gestärkt radelten wir im dichtenVerkehr auf der M10 nach Nordwesten. Vor allem viele entgegenkomende Autotransporter fielen uns auf, die ihre Ware offensichtlich im Hafen von Helsinki abholten. Wie eine Mahnung sah man direkt von der vielbefahrenen Straße aus einen Friedhof mit buntem Grabschmuck zwischen den dicht stehenden Bäumen durchschimmern. Für viele reicht dies wohl nicht aus, denn viele Kreuze am Straßenrand zeugen von tödlichen Unfällen, teilweise auch mit mehreren Toten...
Wir folgten einem Schild zu einem Motel etwas außerhalb von Vyborg, fuhren von der Hauptstraße ab und holperten noch einige Kilometer weiter, in der Hoffnung, brauchbare Zimmer anzutreffen. Dem freundlichen jungen Mädchen an der Rezeption merkte man an, dass es sich gerne mit uns unterhalten hätte, aber sie sprach kein Wort Englisch. Wir kamen trotzdem klar, bestellten das Frühstück für den nächsten Tag, bezahlten und stellten beide Räder in Pauls Zimmer. Da es leider kein Restaurant gab, kochten wir uns mit dem Gaskocher zwei „Tütensuppen“, die wir in Estland erstanden hatten und danach einen Kaffee. Ein finnisches Ehepaar gesellte sich zu uns und wir unterhielten uns lange. Er arbeitete seit 25 Jahren in St. Petersburg in der Baubranche und bestätigte uns, dass dort derzeit mit allen Kräften Wohnungen gebaut werden; wir hatten dort ganze Siedlungen als Neubauten gesehen. Um 22:00 Uhr brachen wir unser interessantes Gespräch ab und gönnten uns den wohlverdienten Schlaf; immerhin waren wir 125km geradelt.
27.07.09: Etappe 33: St. Petersburg - Selenogorsk (83km)
Zuerst ging alles gut bei der Fahrt quer durch St. Petersburg, doch dann hatten wir doch Schwierigkeiten mit dem ungewohnten Maßstab des Stadtplans und bogen zu früh ab. Dieser „Fehler“ führte uns dann über die Neva zur Festungsinsel, wo wir eine Kulturpause einlegten. Ganz in der Nähe liegt die „Aurora“ vor Anker, ein 1900 in Dienst gestelltes Kriegsschiff der zaristischen Marine. Es gilt als Sinnbild der Oktoberrevolution von 1917 und musste schon deshalb besucht werden.
Danach fanden wir sehr schnell die M10, auf der wir zügig in Richtung Selenogorsk der Küste entlang fahren konnten. 39 Kilometer von unserem Hotel entfernt passierten wir die Stadtgrenze, die an dieser Stelle richtig protzig gekennzeichnet war (im Gegensatz zum zierlichen Ortsschild, das wir 3 Tage vorher passiert hatten).
Bei einem OBI-Baumarkt genehmigten wir uns Kaffe und Kuchen, dann ging´s mit frischer Kraft weiter bis zu einem Hinweisschild nach Selenogorsk, wo in unserer Karte 2 Hotels eingezeichnet waren. Nach der sehr gut ausgebauten M10 wähnten wir uns am Ende der Welt, als wir in einem Randbezirk der bekannten Kurstadt hinter einem alten LKW herfahren mussten, der nicht schneller als Schritttempo fahren konnte. Schlagloch an Schlagloch. Dann plötzlich das ersehnte Schild „Parkhotel“. Der Hotelname sah uns zu „teuer“ aus, also weiter ins nächste. Franz fragte in einem größeren, in einem umzäunten Gebiet liegenden Gebäude nach; es war ein Sanatorium, offensichtlich für ehemalige Luftwaffenangehörige (es hingen Bilder von Jagdflugzeugen und die typischen Truppenabzeichen an den Wänden). Immerhin bekam er den Hinweis, es gäbe ein Stück weiter noch ein Hotel. Also doch! In goldenen Buchstaben stand über dem Eingang: „Hotel St. Petersburg / Deluxe“. Dann doch lieber zum Parkhotel! Der Preis war überraschend günstig, die Zimmer mit Meerblick und die Bedienung, ein junges Mädchen, konnte englisch und ganz gut deutsch sprechen; sie erzählte uns, dass ihr Vater in Berlin bei der russischen Armee gedient hätte und ihr Freund in Stuttgart lebe...Zur Unterhaltung beim Abendessen legte ein junger Mann für uns eine Werbe-DVD der Stadt Selenogorsk auf. Gleichzeitig hörten andere Gäste lautstark Musik – doch daran hatten wir uns seit Polen schon gewöhnt.
26.07.09 : 2. Ruhetag in St. Petersburg
Wir wussten in der Zwischenzeit die riesigen Ausmaße St. Petersburgs einzuschätzen und fuhren von unserem Hotel aus (in der Nähe der Metro-Station MOSKOVKAYA) sieben Stationen mit der Metro in Richtung Innenstadt. Die Haltestelle war beeindruckend: von einer mit Marmorplatten an Decken und Boden verkleideten riesigen Halle gingen jede Menge Aufzugstüren im Abstand von ca. 5m ab. Wir stellten uns in einer Schlange an, gingen durch die sich öffnende Tür – und waren in einem Abteil der Metro! Die Überraschung war perfekt! Franz machte in der Halle und im Wagen Fotos und wurde von einem jungen Beamten freundlich, aber bestimmt, in englischer Sprache auf das bestehende Fotografierverbot hingewiesen: 100 Rubel (etwas mehr als 2 €) waren als Strafe fällig.
Schon an der Haltestelle GOSTINY DVOR waren viele Menschen in Richtung Altstadt unterwegs. Wir hatten beschlossen, uns die Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt zu Fuß zu „erwandern“ und die weit zerstreut liegende Paläste, z.B. Puschkin-Palast, Katharinen-Palast usw. nicht zu besuchen, wir hätten dazu einen Bus nehmen müssen. Allein die Gebäude am Nevskiy Prospekt und in den Seitenstraßen begeisterten uns immer wieder und mussten fotografiert werden. Die Kazan-Kathedrale, die Blutskirche, und dann am Ufer der Neva der Winterpalast lagen unter anderem an unserem Weg. Aus einer kleinen Seitenstraße erklang Blasmusik; wir trafen auf eine kleine Militärkapelle und erlebten mit, wie zwei ältere hohe Offiziere (der eine war wohl Admiral) einem dritten in Zivil gratulierten und ihm ein Schiffsmodell überreichten.
Immer größer wurde der Strom der Menschen, die mit russischen Fähnchen und Marine-Kopfbedeckungen zum Hafen strömten. Wir wurden neugierig und ließen uns mittreiben. Der Grund für die Jubelstimmung war bald klar: vor Anker lagen mehrere voll beflaggte Kriegsschiffe und ein U-Boot der russischen Marine – deshalb war offensichtlich ganz St. Petersburg unterwegs.
Zudem gerieten wir auf der anderen Seite der Neva in eine friedliche Demonstration von Ukrainern – Volksfeststimmung überall. In der Nähe eines riesigen Gebäudes der russischen Admiralität entdeckten wir die Firmenschilder von GAZPROM, Gerhard Schröder sahen wir leider nicht!
Wir wollen hier nicht alle Sehenswürdigkeiten beschreiben, die sich in diesem Bereich häufen, aber wir machten die Erfahrung, dass St. Petersburg nicht mit anderen Städten vergleichbar ist, die wir bisher besuchten: alles ist größer, weitläufiger, die Straßen breiter, die Sehenswürdigkeiten weiter verteilt, die Gehwege sehr sauber (nicht einmal sahen wir Hundekot!). Man muss sicher viele Tage hier verbringen, um alle sehenswerten Plätze und herrlichen Gebäude zu sehen.
Wir hatten im Lauf des Tages wieder viel Interessantes gesehen, aber am späten Nachmittag wollten wir unbedingt schnellstmöglich ins Hotel, etwas essen und dann die müden Beine ausstrecken. Beim Abendessen konnten wir uns dann noch sehr angenehm in deutscher Sprache mit einer jungen Angestellten des Hotels unterhalten. Danach stimmten wir uns bei einem Paulaner Weizen mental auf die letzten Tage unserer Reise ein und suchten im Stadtplan den günstigsten, d.h. kürzesten Weg aus dieser gigantischen Stadt, die uns mit ihrer bunten Mischung aus prunkvollen Gebäudenaus der Zarenzeit, Palästen, Häusern im Jugendstil, Betonburgen, und „Plattenbauten“ sehr beeindruckt hat.
25.07.09 : 1. Ruhetag in St. Petersburg
Am Vormittag konnten wir nichts unternehmen, es regnete kräftig. Nach dem Kraftakt am vorherigen Tag störte uns das nicht besonders, zumal es kurz nach Mittag auflockerte und wir unsere nähere Umgebung erkunden konnten. Direkt vor dem Hotel und von Pauls Zimmer gut zu überblicken lag eine riesige Gedenkstätte an die Belagerung durch die deutsche Armee inmitten eines ausgedehnten Kreisverkehrs. Wir besuchten wie viele Russen diese Stelle, an der in einem unterirdischen Museum an dieses historische Ereignis erinnert wird: von 1941 bis 1944 kamen dabei über 1 Mio. Zivilisten ums Leben.
In einem chinesischen Restaurant nahmen wir einen kleinen Imbiss zu uns, bevor wir uns wieder auf den Weg machten. Etwa einen Kilometer weiter zeigt ein Lenindenkmal, welchen Stellenwert er auch heute noch in der Russichen Föderation hat. Einige weitere Kilometer Fußmarsch später gaben wir dann auf. St. Petersburg ist so riesig, dass wir auch nach Stunden nicht im Zentrum angekommen wären: also einen Kaffee mit sehr gutem Kuchen, um die Energiereserven wieder aufzufüllen (O.K., das war eine Ausrede!) und dann ging´s auf den Rückweg. Diesmal bekamen wir im „Paulaner Bräuhaus“ etwas zu essen, dazu gab es gute Live-Musik, und wir ließen den Abend entspannt ausklingen.
24.07.09: Etappe 32: Narva – St. Petersburg (154km)
Das Frühstück in unserem Hotel war das bisher spartanischste auf unserer Reise; wir versuchten trotzdem erfolgreich, auf unsere Kalorien zu kommen, ohne zu wissen, was an diesem Tag noch auf uns zu kommen würde.
Den Weg zur estnischen Grenzstation hatten wir schon am Vorabend ausgekundschaftet – nur war es der falsche, wie uns eine sehr hübsche Grenzbeamtin klar machte. Wir mussten das Abfertigungsgebäude durch den Eingang für Fußgänger betreten, über 3 Stufen und durch eine Tür, die zu eng für unsere Fahrzeuge samt Ladung war. Passanten waren so freundlich, uns zu helfen.
Dann die Zufahrt (denkste, wir mussten zu Fuß gehen!) über die Narvabrücke zur Grenze nach Russland. Auch hier halfen uns ein paar kräftige Männer, über Treppen und durch Schwingtüren ins Innere des Gebäudes zu kommen. Alle waren sehr freundlich und uns behilflich, an die richtigen Formulare zu kommen.
Der Grenzübergang selbst verlief reibungslos, dann bogen wir auf die M11 ein und folgten der Beschilderung in Richtung St. Petersburg. Die Straße war sehr gut zu fahren, eben und mit einem breiten Streifen für Radler und Fußgänger. Viele LKW überholten uns anfangs, die meisten mit Baumaterial in jeder Form. Bis ca. 40km ignorierten wir zwei Hinweisschilder zu Hotels (in der Gegend von Kingisepp..), dann begannen wir uns mental auf eine mögliche Übernachtung vorzubereiten. Wir hatten unseren Zeitplan um 2 Tage unterschritten und wollten die Etappen durch Russland ruhig angehen. An einem kleinen Kiosk aßen wir im Mikrowellenherd aufgebackene Minipizzen und tranken danach einen Kaffee.
Ältere Frauen, Kinder und ganze Familien boten an der Straße Obst, Kartoffeln und Pilze an; wir konnten nicht widerstehen und kauften selbstgebackene Apfeltaschen, die wir auch gleich an Ort und Stelle verspeisten....
Inzwischen wechselte auch wieder der Straßenbelag; steckenweise fuhren die LKW wegen der tiefen Schlaglöcher sehr langsam, um ihre Achsen oder Anhänger nicht zu verlieren, über viele Kilometer war der Asphalt auch abgefräst (die übrig gebliebenen Schlaglöcher dadurch nicht mehr so tief), dann wieder war auf langen Strecken ganz frischer Belag aufgebracht.
Wir suchten inzwischen recht verzweifelt nach einem Hinweisschild auf ein Hotel, aber vergebens. Dann wurde uns erschreckend klar, dass wir wohl bis St. Petersburg würden fahren müssen...
Bei Kilometerstand 124 machten wir dann unsere Beweisfotos an der Stadtgrenze und hofften immer noch, bald eine Bleibe finden zu können.
Mit neuem Mut mischten wir uns wieder in den Verkehr auf der M11, der glücklicherweise stadteinwärts lange nicht so dicht war wie in Gegenrichtung.
Tatsächlich fanden wir bald ein Motel etwas abseits – kein Zimmer mehr frei – dann ein zweites, das aber nur Studenten aufnahm. Mittlerweile wurde es langsam dunkler und die Zeit drängte. In einem Restaurant bekamen wir dann den entscheidenden Tipp: nur noch eine halbe Stunde entfernt sei das „Park Inn Hotel“. Dank der guten Wegbeschreibung fanden wir das Hotel auch auf Anhieb, mit 154km auf dem Tacho, müde, hungrig und total verschwitzt. Es war 23:00 Uhr Ortszeit. Der Check-in klappte, die Räder durften wir nach längeren Verhandlungen im Gepäckraum abstellen und wir verzogen uns auf unsere Zimmer, um zu duschen. Im zum Hotel gehörenden Restaurant „Paulaner Bräustube“ wurden wir aufgeklärt: die Küche hätte seit einer halben Stunde zu, Getränke würden wir an der Bar bekommen...Das Absacker-Bier war dann auch recht wirkungsvoll, immerhin hatten wir den ganzen Tag über fast nichts gegessen! Hundemüde schlichen wir auf die Zimmer und Paul verschlang dort noch eine 5-Minuten-Terrine, die er per Tauchsieder heiß gemacht hatte. Das also war unsere Königsetappe!
23.07.09: Etappe 31: Jöhvi – Narva (64km)
Kurz nach Jöhvi trafen wir wieder auf die A1 und folgten ihr bis Silamaee, wo wir mal wieder auf den Fernradweg R1 trafen und uns von ihm verführen ließen, dichter an den Strand zu fahren. Kurze Zeit ging auch alles gut, dann folgten alle (Un-) Arten von Wegen: Sandkuhlen, schmale Trampelpfade in Schlangenlinien zwischen Bäumen hindurch und grobe, locker aufgeschichtete Kiesel. Bei nächster Gelegenheit verließen wir die abenteuerliche Strecke, die natürlich für Mountainbikes ohne Gepäck sehr reizvoll gewesen wäre. Eine Landstraße führte uns dann wieder auf eine etwas breitere Straße (91), der wir bis Narva-Joeesuu unweit der Küste entlang folgten. Zum Mittagessen in einem kleinen Restaurant gab´s zur Abwechslung mal nur Salat, dann fuhren wir bis zum äußersten nordöstlichen Zipfel Estlands, wo man gegenüber russische Wachtürme sehen konnte. Immer dem Grenzfluss Narva entlang führte unsere Strecke Richtung Südosten. Wie oft in dieser Region trafen wir auch hier auf deutsche Soldatenfriedhöfe und russische Mahnmale. Kurz vor Narva besuchten wir eine Gedenkstätte der Esten, die an die Staatsgründung 1918 und den Unabhängigkeitskrieg 1918 – 1920 erinnert.
Nach langer Fahrt durch die Randbezirke Narvas trafen wir auf die beiden Festungen (Hermannsfeste in Narva und die Festung von Ivangorod), die sich auf estnischer und russischer Seite in Reichweite einer Kanonenkugel gegenüber liegen; eine einzige Brücke verbindet die beiden Städte bzw. Länder an dieser Stelle.
Von einer Höhe aus konnten wir der Grenzabfertigung zusehen und erahnen, was uns am nächsten Tag erwarten würde: es ging eigentlich nicht nennenswert vorwärts!
Im Tourismusbüro waren die Damen sehr hilfreich, reservierten für uns Zimmer und handelten gleich noch den Zimmerpreis herunter. Nach einer netten Unterhaltung suchten wir das Hotel auf, brachten unsere Räder unter und unternahmen einen kleinen Stadtrundgang, bei dem wir schließlich im „German Pub“ bei italienischer Musik und Live-Reportage der Tour de France hängen blieben.
Beim Abendessen in unserem Hotel wurde uns so richtig klar, dass unser Abenteuer morgen vermutlich erst richtig beginnen würde: es gab keine Straßenkarte von Russland, niemand wusste etwas über die Straßenbeschaffenheit – alle rieten uns, den Bus zu nehmen.
Wir werden sehen.....
22.07.09: Etappe 30: Rakvere – Jöhvi (74km)
Mit einem ausgiebigen Frühstück bereiteten wir uns auf einen weiteren Regentag vor und – natürlich! - der Himmel sah bedrohlich aus. Wir verzichteten auf geplante Fotos von lokalen Sehenswürdigkeiten und reihten uns wieder in den Verkehr auf der A1 ein. Rechts und links der Fahrbahn leuchteten grüne Wiesen im intensiven Licht, der Himmel war tiefblau und Wolken in allen Farben zogen in wechselnden Richtungen drüber weg, wir hätten immer wieder anhalten und fotografieren können...
Wichtiger war uns aber, trocken zu bleiben und wie gerufen tauchte eine von außen nicht gerade einladende Baar auf, wo wir eine Suppe (hier: Soljenka) bestellten. Nach einem Kaffee wollten wir starten – es wurde noch ein Kaffee, weil es draußen regnete. Aber dann ging´s weiter: immer in Richtung Narva oder „Peterburi“. Plötzlich sahen wir im Landesinneren Berge aus der Ebene herausragen; wir rechneten schon mit Steigungen, als wir merkten, dass es sich um Abraumhalden handelte. Die dazugehörige Industrie ließ nicht lange auf sich warten, dazwischen wieder farbenfrohe Siedlungen mit Holzhäusern und Baustellen.
Immer wieder wurde darauf hingewiesen, dass der folgende Straßenabschnitt mit EU-Mitteln subventioniert würde. Interessant waren vor allem die Sicherungsmaßnahmen bei Straßenverengungen und halbseitigen Sperrungen: es waren einfach Warnschilder aufgestellt und alles lief wie am Schnürchen. Selbst langsame Schwertransporter – wir! - wurden respektiert und konnten ohne Probleme durch die Baustellen kriechen.
Bei etwa 70 gefahrenen Kilometern bogen wir nach Jöhvi ab und begannen unsere Suche nach einem Hotel. Zuerst jedoch kamen wir an einem sehr gepflegten deutschen Soldatenfriedhof vorbei; es war für uns sehr bedrückend, auf den Gedenksteinen die Namen und das meist jugendliche Alter der Gefallenen zu lesen.
Gerade als die ersten Tropfen fielen, parkten wir unsere Drahtesel vor dem Hoteleingang. Nach kurzer Verhandlung mussten die Räder mit dem Treppenhaus vorlieb nehmen und wir bezogen unsere Zimmer (warum meint eigentlich jeder, Sportlern würde es nichts ausmachen, ihr Gepäck in den 1. oder 2. Stock zu schleppen?). Das Abendessen konnten wir im Hotel einnehmen, Wi-Fi (bei uns Hot-Spot oder W-LAN) hat das Hotel auch – was will man mehr??
21.07.09: Etappe 29: Tallinn-Rakvere (105 km)
Am späten Abend trafen noch Karen und Chris in Tallinn ein – die beiden britischen Radler, die wir erstmals in Riga getroffen hatten. Sie hatten an diesem Tag 100 Meilen (160 km) zurückgelegt, um uns in Tallinn zu treffen, bevor wir in Richtung Russland und sie mit der Fähre nach Helsinki fahren würden. Franz organisierte kurzfristig die Übernachtung in unserem Hotel und holte die beiden vor der Altstadt ab, um sie zum Hotel zu geleiten. Kurz vor Mitternacht zogen die drei dann los, um das Wiedersehen zu feiern. Es wurde eine kurze Nacht....
Nach dem gemeinsamen Frühstück und dem (endgültigen?) Abschied radelten wir quer durch die Stadt, um auf die A1 zu kommen. Dabei standen schon die ersten Regenwolken drohend am Himmel. Der Tag gestaltete sich durchweg als „Rennen“ gegen dunkle Wolken und Gewitterfronten. Mehrmals konnten wir gerade noch nach anstrengenden Spurts schützende Häuschen von Bushaltestellen erreichen, aber trotzdem erwischte es uns immer wieder.
Inzwischen hatte sich die Luft stark abgekühlt und wir zogen nach dem bei Radlern bekannten „Zwiebelprinzip“ so ziemlich alles an, was wir in der Eile zusammenraffen konnten. Ziemlich frustriert, weil sich auf über 30km Länge keine „Baar“ oder ähnliches zeigte, verließen wir die A1 und bogen auf gut Glück nach Rakvere ab. Auf unsere Frage nach einem Hotel wurden wir zum „Hotell Wesenbergh“ verwiesen, das wir auch nach kurzer Zeit fanden. (Zur Info: Rakvere hieß in früheren Zeiten Wesenberg). Nach einer heißen Dusche kamen die Lebensgeister zurück; wir genehmigen uns in der gemütlichen Lobby noch ein Bier – und die Welt war wieder in Ordnung.
20.07.09: Ruhetag in Tallinn (0km)
Was den Regen betrifft, musste irgend jemand Wassernachschub besorgt haben – es regnete immer noch oder schon wieder. Gegen Mittag hellte sich der Himmel auf und wir konnten uns auf den Weg machen, um die Altstadt zu erkunden. Als alte Hansestadt besitzt Tallinn (ehemals Reval) eine ganze Menge sehenswerter Häuser und Plätze; auffallend für uns war, dass inmitten einer ansonsten ganz flachen Ebene sich ein „Berg“ aus Kalksteine (ähnlich unserem Muschelkalk zuhause) erhebt, auf dem sich neben der Alexander-Newski-Kathedrale der Amtssitz des estnischen Ministerpräsidenten, Verteidigungstürme (u.a. der im 15. Jahrhundert stärkste Kanonenturm Nordeuropas mit 3-4m dicken Mauern) und ein Schloss befinden. Die Aussicht über der Stadt bis zum Hafen mit riesigen Fährschiffen ist beeindruckend.
In der Altstadt selbst stehen die historischen Gebäude dicht an dicht: das Rathaus und gegenüber eine der zwei ältesten Apotheken (von 1422), die noch betrieben werden, die Heilig Geist Kirche, das Haus der Tallinner Schwarzköpfe (wir erinnern uns an Riga!), das Dominikanerkloster und viele mehr. Der Vergleich mit Riga drängte sich für uns auf: hier ist es ungleich hektischer, mehr Touristen drängen sich durch die Straßen, jede Menge Souvenirläden bieten Andenken an, in anderen Geschäften werden Leinenerzeugnisse, Bernstein, Kristallwaren usw. angeboten...hier „brummt der Bär“. Aus der geschichtlichen Vergangenheit versuchen die Tallinner mit Recht Kapital zu schlagen; an vielen Plätzen bieten junge Frauen in historischen Kostümen gebrannte Mandeln und andere süße und salzige Köstlichkeiten, vor einigen Restaurants, vor allem der „Olde Hansa“ dürfen Besucher Liqueure und Gebäck probieren. Wir lassen uns auch nicht lange bitten, bleiben aber immer in der Nähe einer überdachten Fläche...
Gegen Abend zeigt sich am Himmel wieder in Blau, die Straßen und Restaurants füllen sich und wir haben für unsere Fotos wieder besseres „Büchsenlicht“. Hier geht’s uns wirklich nicht schlecht und wir sind froh, dass wir einen Tag Ruhepause eingeplant haben...
19.07.09: Etappe 28; Raplamaa – Tallinn (52km)
Die übliche, fast schon langweilige Strecke auf der A4 Richtung Tallinn wurde unterbrochen durch ein blaues Hinweisschild mit der Aufschrift „Salzburg“. Wir wollten unbedingt dort einen Kaffee (vielleicht einen östereichischen?) trinken, aber leider waren wir noch eine Stunde zu früh dran. Erst an der Stadtgrenze Tallinns fanden wir eine zweite Gelegenheit zu einer Pause; in einer kleinen Bar waren wir die einzigen Gäste. Von dort aus radelten wir noch ganze 15km bis zur Stadtmitte, wo wir nach der obligatorischen Fotosession zusammen mit vielen deutscher Touristen in einem Restaurant gegenüber dem Rathaus unser Mittagessen einnahmen – nicht besonders preiswert, aber dafür auch keine große Portion!
Unser Hotel war vorgebucht; wir fanden dank Garmin sofort den Weg und konnten nach einigen technischen Schwierigkeiten einchecken. Die Fahrräder mussten diesmal mit dem Gepäckraum vorlieb nehmen. Dort ging es ihnen immerhin besser als einem Artgenossen in der Altstadt.
Beim abendlichen Bummel durch Old Tallinn verdunkelte sich plötzlich der Himmel – wir suchten Unterschlupf vor einem Restaurant unter riesigen Sonnen- bzw. Regenschirmen, bestellten unser Abendessen und warteten ab. Tatsächlich regnete es kurz darauf in Strömen, das Wasser lief 20 cm tief auf den Straßen. Die Passanten – viele junge Frauen in Stöckelschuhen – nahmen´s gelassen, zogen die Schuhe aus und liefen barfuß über das Pflaster. Nach einem hervorragenden Essen und einheimischem Bier genehmigten wir uns noch einen „authentic estonian Liqueur“ mit dem Namen „Vana Tallinn“ und einen Cappucino – es regnete aber immer noch. Wir nahmen die durchnässte Kleidung in Kauf und liefen zum Hotel. Gerade rechtzeitig, denn der Regen legte nochmal zu und ein starkes Gewitter legte sich über die Stadt. Wir trösteten uns, denn „was es abends regnet, kann´s am nächsten Tag nicht regnen!“.
18.07.09: Etappe 27: Pärnu – Raplamaa (98km)
Obwohl wir in Pärnu wieder auf den R10 trafen, der offensichtlich an der Küste entlang führt, nahmen wir die A4, die uns trotz unserer schweren Fuhren eine richtig gute Durchschnittsgeschwindigkeit ermöglichte. Rechts und links der Fahrbahn wechselten sich landwirtschaftlich genutzte Flächen und Wald ständig ab. Ab und an stolzierte neben der Fahrbahn ein Storch in den Wiesen und flog majestätisch davon, wenn wir ihm zu nahe kamen.
An diesem Tag wollten wir lediglich um die 70km fahren, da wir komfortabel im Zeitplan lagen. Bei Kaffee und Kuchen in einer kleinen Bar an der Autobahn wurden wir aber auf unsere Frage nach dem nächsten Hotel wieder 5 km zurück und in ein Stück von der Autostraße weg geschickt. Das letzte Stück konnten wir nur am Straßenrand fahren, sonst wären unsere Reifen wegen des flüssigen Teers (über 30 Grad Hitze!) festgeklebt. Das Hotel entpuppte sich als kleine Siedlung am Waldrand, ein richtiges Schmuckstück mit einzelnen kleinen Häusern. Wir wussten sofort, dass wir hier bleiben würden – eine junge Frau zerstörte allerdings unsere Illussionen: alles reserviert. Also zurück auf die A4 und weiter nach Norden. Gleich darauf trafen wir auf ganze Familien, die in Gemeinschaftsarbeit im Wald Birkenreisig schnitten, zu kleinen Büscheln zusammenbanden und an der Straße verkauften; mit diesen Zweigen schlägt man sich in der Sauna auf den Körper, um die Durchblutung anzuregen.
Das nächste Hinweisschild auf ein Hotel tauchte erst bei Kilometerstand 97 auf: wir zweigten in eine geschotterte Seitenstraße ab und erreichten bald darauf das „As Ruunawere Hotell“, eine umgebaute ehemalige Poststation mit schattigem Innenhof und geräumigen Zimmern. Mit dem Besitzer, einem Finnen aus der Umgebung von Helsinki, stellten wir unser Abendessen zusammen: Soljeka, Kartoffelsalat nach regionalem Rezept und kleine, mit Kräutern gefüllte Schinkenröllchen. Hätten wir nur Seniorenportionen bestellt! Wir zahlten für das Essen und 2 Bier sage und schreibe 10.- €.
Während draußen im Freigelände noch eifrig gegrillt wurde, führten wir einen dank „Anti-Brumm“ siegreichen Kampf gegen die Schnaken im Zimmer und schliefen satt und zufrieden ein.
17.07.09: Etappe 26: Kurki – Pärnu (98km)
Wir fahren zusammen mit unseren neuen Bekannten aus GB nach Salacgrivas und frühstücken in einer kleinen netten Bar. Im Gespräch zeigen sich viele gemeinsame Interessen und wir könnten uns noch lange unterhalten, aber wir wollen weiter in Richtung Pärnu, verabreden aber, dass wir uns nochmal in Tallinn treffen werden....
Kurz danach sehen wir einen jungen Letten sein Handy entsorgen (Garantiefall?): er legte es einfach in eine Spurrille, die die vielen LKW in die Fahrbahn der A1 gefahren haben.. Welche Ironie, kurz darauf fährt ein Autotransporter die Strecke, der Dienstwagen von Siemens geladen hat!
Die gut ausgebaute Straße führt uns bei Ainazi über die Grenze nach Estland; kein Zöllner ist zu sehen, keine Ausweiskontrolle. Wir tauschen erst mal (schon wieder) Geld um und verlassen kurz darauf die A1, um eine Weile dem Fernradweg R1 in Richtung Pärnu zu folgen. Der R1 führt hier auf einer guten Landstraße nach Norden, die Fassaden der (Sommer-)Häuser sind bunt bemalt, die Gärten gut gepflegt und alle besitzen einen kleinen grasbewachsenen Hügel, der – wie uns ein paar junge Esten in englisch erklären – eine unterirdische Sauna enthält. Nach dem Gespräch mit den jungen Leuten klebt das Rad von Franz mit dem Hinterrad im Teer fest – es hat über 30 Grad! In einem aus Backstein gemauerten Hotel direkt am Meer essen wir sehr gut zu Mittag und genießen das herrliche Wetter und die leichte Brise.
Kurze Zeit später hat uns die Autobahn wieder – diesmal die A4 – und wir suchen eine Gelegenheit, um einen Kaffee zu trinken. Die nächsten beiden Bars sind, nach ihrem Äußeren zu schließen, für immer geschlossen und wir fahren frustriert weiter nach Pärnu. Ziemlich zu Beginn der langgezogenen Stadt finden wir ein Hotel und beziehen gleich darauf ein DZ. Unsere Drahtesel dürfen diesmal sogar mit in unser geräumiges Zimmer und sich nach den 98 Kilometern an diesem Tag ausruhen.
Pärnu besitzt einen kleinen Hafen, den wir uns anschauen, und eine schön geschmückte Innenstadt.
Das eigentliche Highlight, den Sandstrand, besuchen wir aus Zeitgründen nicht, sondern gehen dafür zum Abendessen in ein benachbartes Restaurant. Bei jedem bestellten Bier darf man auf einer Karte eine Nummer freirubbeln und kann etwas gewinnen. Franz bekommt als Preis einen Bieröffner – von Paulaner! Sowas gibt’s ja bei uns zuhause soooo selten!
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